Digitale Kameras legen die Fotografien nach einem bestimmten Schema auf den Speicherkarten ab:  8 Buchstaben und Ziffern, denen ein Punkt und die Dateiendung folgt. Für die Archivierung auf Speichermedien wird empfohlen, diese Dateien aussagekräftig umzubenennen, damit man sie bei der Suche schnell wiederfindet. Ich aber verändere diese Dateinamen nie, sondern lege sie in zeitlich und lokal spezifizierten Ordnern ab.

Wenn ich ein Foto mit der mir bekannten Dateinummer auf meiner Festplatte suche, werden mir mehrere Fotos angezeigt, die den gleichen Namen tragen. Denn nach 999 Fotos beginnt das Kamerasystem wieder von vorne an zu zählen.

So sehe ich diese Fotos nebeneinander auf dem Desktop liegen. Ich bin oft überrascht, welche Motive dabei zum Vorschein kommen; ich hatte viele längst vergessen, und da sie nicht in eine Serie passten, gar nicht mehr beachtet.

Thematisch, räumlich, zeitlich haben sie ursächlich nichts miteinander zu tun. Und dennoch fasziniert mich die entstehende Wechselwirkung, die sie miteinander eingehen. Sind sie sehr gegensätzlich, entwickeln sie miteinander eine erzählerische Spannung oder eine verwirrende Räumlichkeit. Teilweise sind sie, was ihre Atmosphäre, Farben, Bildaufbau oder Thematik betrifft, von verblüffender Kongruenz. Ob nebeneinander oder übereinander positioniert, sind sie teilweise kaum als zwei Einzelbilder zu erkennen.

 

 

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